Chronisch erkrankt – wenn das Kinderkrankenhaus zum neuen Zuhause wird

Tanja ist 42 Jahre alt und Mutter von zwei Kindern. Ihre heute 20 jährige Tochter erhielt mit 7 Jahren die Diagnose einer Chronischen Erkrankung. Wie sich das Leben der Familie änderte, hat uns Tanja im PädCare Talk geschildert.


„Wochenlange Krankenhaus Aufenthalte waren die Folge“

Als Tanjas Tochter damals mit 7 Jahren die Diagnose der reuhmatischen Autoimmunerkrankung Systemischer Lupus Erythematodes erhielt, stellte sich das Leben der Familie von jetzt auf gleich völlig auf den Kopf.

Wochenlange Krankenhaus Aufenthalte waren die Folge. Auch wenn diese Zeit für die Familie sehr belastend war, wurde Ihnen durch das Krankenhaus viel Kraft und Mut gegeben.

„Im Clementine Kinderhospital in Frankfurt am Main waren wir jahrelang sehr gut aufgehoben.“

„Nach kürzester Zeit haben wir uns dort sehr vertraut gefühlt“

Unsere Vision als Verein ist es, Kinderstationen kinderfreundlicher zu machen und Kindern das Kind sein auch während einer medizinischen Versorgung/Behandlung zu ermöglichen.

Deshalb wollten wir von Tanja wissen, wie Sie die Zeit im Kinderkrankenhaus empfunden hat.

Wenn Tanja an die Zeit zurück denkt, fallen ihr überwiegend positive Dinge in Bezug zum Kinderkrankenhaus ein.

Chronisch erkrankt - Kinderklinik
Symbolbild

„Bunte Vorhänge , bemalte Wände und super liebe Schwestern in bunten Kitteln trugen hier sehr dazu bei.“

Dass die Gestaltung einer Kinderstation deutlich zum Wohlbefinden der jungen Patienten und damit auch der Eltern führen kann, haben wir nun in vielen unserer Gespräche gehört.

„Es war mir nicht immer möglich jeden Tag da zu sein“

Das Kinderkrankenhaus ist rund 115 Kilometer von der Heimat der Familie entfernt. Es war Tanja deshalb nicht möglich, Ihre chronisch erkrankte Tochter jeden Tag im Kinderkrankenhaus zu sehen.

Wir können uns vorstellen, dass das für eine Mutter oder generell für Eltern wohl mit das schlimmste in einer solchen Zeit ist.

„Ich wusste sie sehr gut versorgt und bespaßt.“

Zu wissen, dass Ihre Tochter optimal versorgt ist beruhigte Tanja ungemein. Und nicht nur Tanja war mit den regelmäßigen Aufenthalten zufrieden, auch Ihrer Tochter fehlte es an nichts.

„Kuscheltieraktion hat in mir einige Erinnerungen wach gerufen“

Chronisch erkrankt - Ärzte und Pflegekräfte kümmern sich um Ihre Patienten
Symbolbild

Zur Kuscheltieraktion, die wir jährlich zu Weihnachten veranstalten möchten sagt Tanja: „Die Kuscheltieraktion hat in mir einige Erinnerungen wach gerufen. Zum Beispiel mussten wir den 16. Geburtstag meiner Tochter leider in der Klinik verbringen. Eigentlich traurig für eine 16 jährige. Nicht aber in unserer Klinik. Die Schwestern haben Blumen besorgt und die Ärzte für ein Geschenk gesammelt. Es war sehr rührend.“

Auch wir sind von dieser Aktion gerührt und fühlen mit Tanja mit, als Sie an diese Zeit denkt.

Weiter sagt Sie: „Solche Gesten sind immens wichtig und bedeutsam – für Eltern und Kind. Ich freue mich schon auf die nächste Kuscheltieraktion und werde sie gerne unterstützen.“

Wir danken Tanja für den offenen Austausch und wünschen Ihrer Tochter viel Gesundheit.

Bild: Tanja

Dieses und viele weitere Gespräche mit Eltern und Kindern zeigt uns, dass wir vielen Menschen in einer besonders schweren Zeit Mut machen, Trost spenden und Freude schenken können.

Dieser Beitrag ist Teil der Blog-Serie „PädCare-Talk“. Jeden Montag gibt es einen neuen Beitrag mit tollen und Interessanten Gesprächspartnern. Wenn auch Du Deine Geschichte zum Thema „Kinderkrankenhaus“ als Elternteil oder Pflegefachkraft mit uns teilen möchtest, kontaktiere uns.

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